Beratung
Diskriminierung verletzt und verunsichert – du musst das nicht alleine durchstehen.
Ob am Arbeitsplatz, bei der Wohnungssuche oder im Alltag: Wir beraten dich kostenlos, vertraulich und auf Augenhöhe. Gemeinsam klären wir den Sachverhalt, geben eine rechtliche Ersteinschätzung und entwickeln eine Strategie zur Durchsetzung deiner Rechte. Du bestimmst das Tempo.
Kostenlos & Vertraulich
Die Beratung ist kostenlos und vertraulich. Ohne deine Zustimmung gelangt nichts nach außen.
Parteilich & Empowernd
Unser Ziel ist dein Empowerment für eine selbstbestimmte Rechteeinforderung.
Unabhängig & Kritisch
Wir benennen Systemkritik und setzen uns unvoreingenommen für deine Belange ein.
Mehrsprachig
Sprachbarrieren dürfen kein Hindernis sein: Wir beraten mit technischer Unterstützung in über 100 Sprachen.
Prozess im Überblick
Beratungsanfrage
1
Erstkontakt
Kontakt per Mail, Telefon oder Formular. Du entscheidest, wie viel du uns mitteilst – Details sind noch nicht nötig.
2
Erstgespräch
Wir hören dir zu – geschützt und vertraulich. Gemeinsam schauen wir auf das Geschehene.
3
Strategie entwickeln
Deine Wahl: Entschuldigung, rechtliche Schritte oder nur eine Dokumentation? Wir beraten dich.
4
Unterstützung
Ob Beschwerdebrief, Anwaltsvermittlung oder Begleitung zu Terminen – wir sind an deiner Seite.
Kurz erklärt
Diskriminierung
Diskriminierung ist die Benachteiligung oder Herabwürdigung von Menschen aufgrund tatsächlicher oder zugeschriebener Merkmale. Sie ist kein Einzelschicksal, sondern Ausdruck ungleicher Machtverhältnisse. Diskriminierung geschieht dort, wo Menschen der Zugang zu Rechten, Ressourcen oder Teilhabe erschwert wird – sei es durch individuelles Verhalten, institutionelle Regeln oder gewachsene gesellschaftliche Strukturen.
Diskriminierungsmerkmal
Merkmale nach AGG
Wichtig: Wir beraten auch zu Merkmalen, die das AGG nicht explizit nennt, wie z. B. der soziale Status (Klassismus) oder das Äußere (Lookismus).
Rassismus
Ausgrenzung aufgrund der zugeschriebenen Herkunft, Hautfarbe oder Sprache. Dies umfasst sowohl offene Anfeindungen als auch strukturellen Rassismus.
Bsp.: Ablehnung bei der Jobsuche aufgrund des Namens oder der Herkunft.
Religion / Weltanschauung
Abwertung aufgrund der Zugehörigkeit (oder Nicht-Zugehörigkeit) zu einer Religionsgemeinschaft oder einer bestimmten Lebensauffassung.
Bsp.: Benachteiligung wegen des Tragens eines Kopftuchs.
Alter
Diskriminierung, weil Menschen als „zu jung“ (mangelnde Erfahrung) oder „zu alt“ (mangelnde Flexibilität) stigmatisiert werden.
Bsp.: Kündigung oder Nichteinstellung, weil jemand als „zu alt“ gilt.
Klassismus
Abwertung aufgrund der sozialen Herkunft, des Einkommens oder des Bildungsstandes.
Bsp.: Bildungsbarrieren trotz Leistung oder Stigmatisierung im Amt.
Geschlecht
Benachteiligung aufgrund des Geschlechts oder des Abweichens von binären Geschlechternormen (z. B. gegenüber Frauen, trans* oder nicht-binären Personen).
Bsp.: Geringere Bezahlung bei gleicher Qualifikation (Gender Pay Gap).
Behinderung
Barrieren, die Menschen an der gleichberechtigten Teilhabe hindern – sei es durch fehlende Rampen oder den Ausschluss aus Arbeitsprozessen.
Bsp.: Fehlender Zugang zu Gebäuden oder Informationen.
Sexuelle Identität
Ausgrenzung aufgrund der emotionalen und sexuellen Begehren.
Bsp.: Ausgrenzung von LSBTIQA* Personen im sozialen Umfeld.
Lookismus
Benachteiligung aufgrund körperlicher Merkmale, die nicht gängigen Schönheitsidealen entsprechen.
Bsp.: Jobabsagen wegen Körpergewicht, Tattoos oder Abweichung von Schönheitsnormen.
Stimmen unserer Klient*innen
Ich wurde „aussortiert“ auf Arbeit, weil ich zu alt sei. Ich wusste nicht, dass dies nicht rechtens ist. Ich wusste nicht, wo ich mir Hilfe holen sollte. Dann habe ich das ADB gefunden und sie haben mich rechtlich und vor allem emotional durch diesen schwierigen Prozess begleitet. Mittlerweile habe ich einen neuen Job, aber ich kenne nun meinen Wert und vor allem meine Rechte!
Ratsuchende Person
Altersdiskriminierung in der Verwaltung einer Mannheimer Hochschule
Meinem Kind wurden trotz anerkannter Behinderung Lern-Hilfsmittel verweigert. Uns wurde mitgeteilt, dass angebliche Lernschwächen auf die ethnische Herkunft zurückzuführen seien. Dank der Intervention des ADB konnte mein Kind wieder teilhaben. Die Schule lässt sich nun durch ADB-Workshops sensibilisieren. Danke euch! Mehr Menschen sollten von euch wissen.
Ratsuchende Person mit Kind
Ableismus und Rassismus in einer Mannheimer Schule
Mannheimer Unternehmen werben mir Diversity. Schnell musste ich aber festellen, dass die Realität eine andere ist. Ich habe sexuelle Belästigung im Job erlebt. Hatte Angst etwas zu sagen. Das ADB hat mich beraten und anonymisiert eingegriffen. Nun will das Unternehmen AGG-Beschwerdestrukturen mithilfe des ADB aufbauen. Ich fühle mich ein stückweit sicherer. Vielen Dank!
Ratsuchende Person
Sexuelle Belästigung und Mobbing in einem großen Mannheimer Unternehmen
Häufig gestellte Fragen
Ich bin mir nicht sicher, ob das überhaupt Diskriminierung war – kann ich trotzdem zu euch kommen?
Ja, unbedingt. Diskriminierung ist oft subtil und im Alltag schwer greifbar. Du musst dir nicht sicher sein oder die rechtliche Lage kennen, um dich bei uns zu melden. Unser Job ist es, gemeinsam mit dir hinzuschauen, dein Erlebtes einzuordnen und zu prüfen, ob zum Beispiel das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) greift. Dein Bauchgefühl reicht als Grund für eine Kontaktaufnahme völlig aus – wir finden zusammen heraus, was passiert ist und welche Rechte du hast.
In welchen Lebensbereichen helft ihr mir?
Wir unterstützen dich überall dort, wo Diskriminierung passiert: Egal ob im Job (Bewerbung, Gehalt), auf dem Wohnungsmarkt (Absagen, Mietverträge) oder bei Behörden, Schulen und der Polizei. Auch im Alltag, etwa beim Einkaufen, in der Bank oder an der Clubtür, stehen wir an deiner Seite. Gemeinsam prüfen wir deine Rechte nach dem AGG und wehren uns gegen Benachteiligungen aufgrund deiner Herkunft, deines Geschlechts, deiner Religion, einer Behinderung, deines Alters oder deiner Identität.
In welchen Sprachen kann die Beratung stattfinden?
Direkt auf Deutsch, Englisch, Türkisch, Kurmancî, Tamil und Russisch. Dank Sprachmittler*innen und modernster Simultanübersetzungs-Technik sind viele weitere Sprachen möglich – sag uns einfach vorab Bescheid.
Was hat es mit der 2-Monats-Frist auf sich?
Wenn du rechtlich gegen Diskriminierung vorgehen willst (nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz, kurz AGG), musst du schnell sein. Du hast ab dem Zeitpunkt des Vorfalls genau zwei Monate Zeit, um deine Ansprüche schriftlich geltend zu machen. Das gilt zum Beispiel bei Benachteiligungen im Job oder bei der Wohnungssuche. Nach Ablauf dieser Frist ist es rechtlich oft sehr schwer, noch Schadensersatz oder Entschädigung einzufordern.
Was passiert, wenn mein Fall rechtliche Schritte erfordert?
Wir sind keine Anwaltskanzlei, aber wir kennen deine Rechte. Wir unterstützen dich dabei, Diskriminierung rechtlich einzuordnen – zum Beispiel nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG). Wenn du Klage einreichen oder juristischen Beistand möchtest, helfen wir dir, spezialisierte Anwält*innen zu finden und begleiten dich auf Wunsch beratend durch diesen Prozess.
Meldeformular
Kontaktieren Sie uns hier für Beratungsanfragen oder wenn Sie einen Vorfall nur melden wollen. Haben Sie bitte Verständnis, dass angesichts der Reduzierung unserer finanzieller und personeller Mittel wir keine offenen Sprechstunden mehr anbieten und die Bearbeitung Ihres Anliegens bis zu 14 Werktage in Anspruch nehmen kann.
