Bildungsarbeit
Wir konzentrieren uns auf diskriminierungskritische Bildungsarbeit, um bestehende Diskriminierungsstrukturen aufzudecken und zu hinterfragen. Wir entwickeln spezifische Workshops und Schulungen, die Machtverhältnisse und Privilegien thematisieren, welche Diskriminierung begünstigen. Ziel ist es, Teilnehmende nicht nur zu sensibilisieren, sondern auch dazu zu befähigen, aktiv gegen Diskriminierung einzusetzen.
Workshops & Seminare
Interaktive Formate, z.B. AGG-Grundlagen, Antirassismus oder diskriminierungskritische Kommunikation.
Vorträge & Impulse
Fachliche Inputs für Konferenzen, Teamsitzungen oder öffentliche Veranstaltungen.
Prozessbegleitung
Wir unterstützen dabei, Strukturen und Abläufe diskriminierungskritisch zu prüfen und anzupassen.
Multiplikator*innen-Schulung
Fortbildungen für Lehrkräfte, Sozialarbeitende oder Verwaltungspersonal.
Sensibilisierung & Prävention
Formate und Themen
Wir passen unsere Inhalte an eure spezifischen Bedarfe an. Schreib uns für ein unverbindliches Vorgespräch. Hier findest du eine Auswahl.
Rassismus
Ausgrenzung aufgrund der zugeschriebenen Herkunft, Hautfarbe oder Sprache. Dies umfasst sowohl offene Anfeindungen als auch strukturellen Rassismus.
Bsp.: Ablehnung bei der Jobsuche aufgrund des Namens oder der Herkunft.
Geschlecht
Benachteiligung aufgrund des Geschlechts oder des Abweichens von binären Geschlechternormen (z. B. gegenüber Frauen, trans* oder nicht-binären Personen).
Bsp.: Geringere Bezahlung bei gleicher Qualifikation (Gender Pay Gap).
Local Moving
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Kurz erklärt
Was ist Diskriminierung?
Diskriminierung ist die Benachteiligung oder Herabwürdigung von Menschen aufgrund tatsächlicher oder zugeschriebener Merkmale. Sie ist kein Einzelschicksal, sondern Ausdruck ungleicher Machtverhältnisse. Diskriminierung geschieht dort, wo Menschen der Zugang zu Rechten, Ressourcen oder Teilhabe erschwert wird – sei es durch individuelles Verhalten, institutionelle Regeln oder gewachsene gesellschaftliche Strukturen.
Merkmale nach AGG und mehr
Diskriminierungsmerkmale
Wichtig: Wir beraten auch zu Merkmalen, die das AGG nicht explizit nennt, wie z. B. der soziale Status (Klassismus) oder das Äußere (Lookismus).
Rassismus
Ausgrenzung aufgrund der zugeschriebenen Herkunft, Hautfarbe oder Sprache. Dies umfasst sowohl offene Anfeindungen als auch strukturellen Rassismus.
Bsp.: Ablehnung bei der Jobsuche aufgrund des Namens oder der Herkunft.
Religion / Weltanschauung
Abwertung aufgrund der Zugehörigkeit (oder Nicht-Zugehörigkeit) zu einer Religionsgemeinschaft oder einer bestimmten Lebensauffassung.
Bsp.: Benachteiligung wegen des Tragens eines Kopftuchs.
Alter
Diskriminierung, weil Menschen als „zu jung“ (mangelnde Erfahrung) oder „zu alt“ (mangelnde Flexibilität) stigmatisiert werden.
Bsp.: Kündigung oder Nichteinstellung, weil jemand als „zu alt“ gilt.
Klassismus
Abwertung aufgrund der sozialen Herkunft, des Einkommens oder des Bildungsstandes.
Bsp.: Bildungsbarrieren trotz Leistung oder Stigmatisierung im Amt.
Geschlecht
Benachteiligung aufgrund des Geschlechts oder des Abweichens von binären Geschlechternormen (z. B. gegenüber Frauen, trans* oder nicht-binären Personen).
Bsp.: Geringere Bezahlung bei gleicher Qualifikation (Gender Pay Gap).
Behinderung
Barrieren, die Menschen an der gleichberechtigten Teilhabe hindern – sei es durch fehlende Rampen oder den Ausschluss aus Arbeitsprozessen.
Bsp.: Fehlender Zugang zu Gebäuden oder Informationen.
Sexuelle Identität
Ausgrenzung aufgrund der emotionalen und sexuellen Begehren.
Bsp.: Ausgrenzung von LSBTIQA* Personen im sozialen Umfeld.
Lookismus
Benachteiligung aufgrund körperlicher Merkmale, die nicht gängigen Schönheitsidealen entsprechen.
Bsp.: Jobabsagen wegen Körpergewicht, Tattoos oder Abweichung von Schönheitsnormen.
Der Prozess im Überblick
Wie läuft eine Beratung ab?
1
Erstkontakt
Kontakt per Mail, Telefon oder Formular. Du entscheidest selbst, wie viel du uns mitteilst – Details sind noch nicht nötig.
2
Erstgespräch
Wir hören dir zu – geschützt und absolut vertraulich. Gemeinsam schauen wir auf das Geschehene und dein Befinden.
3
Strategie entwickeln
Deine Wahl: Entschuldigung, rechtliche Schritte oder nur eine Dokumentation? Wir beraten dich.
4
Unterstützung
Ob Beschwerdebrief, Anwaltsvermittlung oder Begleitung zu Terminen – wir sind an deiner Seite.
Häufig gestellte Fragen
Wer kann sich an das ADB wenden?
Alle Personen, die in Mannheim und Umgebung leben, arbeiten oder sich dort aufhalten und sich aufgrund ihrer Herkunft, des Geschlechts, der Religion, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität benachteiligt fühlen.
Ist die Unterstützung kostenlos?
Ja, alle unsere Angebote (Beratung, Erstgespräche, Information) sind für Ratsuchende kostenfrei.
Muss ich beweisen, dass ich diskriminiert wurde, bevor ich mich melde?
Nein. Viele Menschen zögern, weil sie keine „harten Beweise“ wie E-Mails oder Videoaufnahmen haben. Für eine Beratung bei uns reicht Ihr persönliches Empfinden und Ihre Schilderung aus. Wir helfen Ihnen im Gespräch dabei, das Erlebte einzuordnen und gemeinsam zu schauen, welche Indizien oder Zeugenaussagen hilfreich sein könnten. Sie müssen bei uns nichts beweisen, um Gehör zu finden.
Arbeitet das ADB mit der Stadtverwaltung oder der Polizei zusammen?
Wir sind eine unabhängige Beratungsstelle. Wir kooperieren im Rahmen des „Mannheimer Bündnisses“, arbeiten aber strikt parteilich für die Betroffenen und geben keine Daten ohne Zustimmung weiter.
Was unterscheidet das ADB Mannheim von staatlichen Stellen?
Wir arbeiten unabhängig und parteilich. Das bedeutet: Wir stehen auf der Seite der Ratsuchenden und sind nicht an Weisungen von Behörden oder der Stadtverwaltung gebunden. Während staatliche Stellen oft neutral moderieren müssen, ist unser Fokus ganz klar der Schutz und die Unterstützung der Person, die Diskriminierung erfahren hat. Wir sind deine Verbündete im Prozess.
Meldeformular
Kontaktieren Sie uns hier für Beratungsanfragen oder wenn Sie einen Vorfall nur melden wollen. Haben Sie bitte Verständnis, dass angesichts der Reduzierung unserer finanzieller und personeller Mittel wir keine offenen Sprechstunden mehr anbieten und die Bearbeitung Ihres Anliegens bis zu 14 Werktage in Anspruch nehmen kann.
Local Moving
Long-distance Moving
Commercial moving
Packing Services
Storage Services
Furniture Assembly
Unser Formate
Das Büro organisiert öffentliche Veranstaltungen, Workshops und Seminare, um über verschiedene Formen von Diskriminierung aufzuklären und Menschen für das Thema zu sensibilisieren.
Workshops
Workshops werden für verschiedene Zielgruppen angeboten, beispielsweise für Schulklassen, pädagogische Fachkräfte, Unternehmen oder zivilgesellschaftliche Organisationen. Inhalte können dabei von allgemeiner Sensibilisierung bis hin zu spezifischen Themen wie rassismuskritische Bildungsarbeit oder der Umgang mit Diskriminierung in der Schule reichen.
Schulungen
Das adb mannheim bietet maßgeschneiderte Schulungen an, die von interessierten Institutionen oder Gruppen angefragt werden können. Diese gehen oft über die Grundlagen hinaus und vermitteln vertiefendes Wissen sowie konkrete Handlungskompetenzen im Umgang mit Diskriminierung und der Umsetzung des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG).
Öffentliche Veranstaltungen und Vorträge
Regelmäßig organisiert das adb mannheim öffentliche Informationsveranstaltungen, Podiumsdiskussionen und Vorträge, oft im Rahmen von Aktionswochen wie den "Internationalen Wochen gegen Rassismus". Diese Formate dienen der breiten Aufklärung, dem Austausch und der Vernetzung innerhalb der Zivilgesellschaft.
Empowerment-Formate
Für Menschen, die selbst von Diskriminierung betroffen sind, bietet das adb mannheim spezielle Empowerment-Angebote an. Diese Formate zielen darauf ab, Betroffene zu stärken, ihnen Wissen über ihre Rechte zu vermitteln und sie dabei zu unterstützen, Diskriminierung zu erkennen und aktiv dagegen vorzugehen.
Projekte an Schulen und Kitas
Schon in jungen Jahren beginnt die Bildungsarbeit des adb mannheim. Durch Projekte in Bildungseinrichtungen wie Schulen und Kindergärten werden Kinder und Jugendliche spielerisch für Vielfalt sensibilisiert und lernen, diskriminierungsfreie Räume mitzugestalten. Ein Beispiel ist die Arbeit mit vielfaltsorientierten Kinderbüchern.
Beratung als Bildungsformat
Obwohl die Beratung primär Unterstützungscharakter hat, ist sie auch ein wichtiges Bildungsformat. Sie klärt über Rechte auf, vermittelt Wissen zum Umgang mit Diskriminierung und trägt so zur individuellen Stärkung und Aufklärung bei.
