Service

Antidiskriminierungsarbeit endet nicht nach dem Beratungsgespräch. In unserem Servicebereich findest du Materialien, die dir helfen, deine Rechte besser zu verstehen und aktiv zu werden. Ob für dich persönlich, für dein Team oder für die Presse – hier haben wir die wichtigsten Ressourcen gebündelt.

Materialien & Ressourcen

Download-Center

Ressourcen zur

Selbsthilfe

Diskriminierung hinterlässt oft ein Gefühl der Hilflosigkeit. Doch du bist nicht allein und du bist nicht rechtlos. Wir haben dir Materialien zusammengestellt, die dir helfen, Vorfälle strukturiert zu erfassen, deine Rechte zu verstehen und erste Schritte zur Gegenwehr einzuleiten. Diese Dokumente ersetzen keine rechtliche Beratung, sind aber eine wichtige Basis für jeden weiteren Schritt.

Über das ADB Mannheim

Infopaket

Werde aktiv: Hier findest du Flyer, Poster und Infokarten in verschiedenen Sprachen zum Ausdrucken für deine Einrichtung oder Nachbarschaft. Zudem bieten unsere Jahresberichte detaillierte Statistiken zur Diskriminierungslage in Mannheim, ergänzt durch unsere Stellungnahmen zu aktuellen stadtpolitischen Themen.

Für Medienschaffende

Presse & Öffentlichkeitsarbeit

Für eine schnelle Orientierung: Wir unterstützen die Mannheimer Berichterstattung mit fundierter Expertise und Daten. Medienvertreter:innen erhalten bei uns Pressekits mit Hintergrundinfos, anonymisierte Statistiken zur lokalen Diskriminierungslage sowie die Vermittlung von Expert:innen für Interviews und O-Töne.

Externe Ressourcen

Netzwerk

Gemeinsam stärker: Falls wir nicht die passende Stelle für dein Anliegen sind, leiten wir dich an spezialisierte Partner:innen weiter. Dazu gehören die Antidiskriminierungsstelle des Bundes für Rechtsfragen, die Opferberatung bei Gewalt sowie Gewerkschaften und Mietervereine für spezifische Konflikte am Arbeits- oder Wohnungsmarkt.

Begriffe verstehen & benennen

Glossar

Diskriminierung hat viele Gesichter. Hier erklären wir die wichtigsten Begriffe kurz und verständlich. Die Liste hat nicht den Anspruch der Vollständigkeit und wird fortlaufend aktualisiert.

Wenn Menschen wegen einer Behinderung oder Krankheit schlechter behandelt werden – zum Beispiel durch Treppen ohne Rampe oder Vorurteile über ihre Leistungsfähigkeit.

Beschreibt die Abwertung von Menschen, die als muslimisch wahrgenommen werden. Dabei dienen religiöse Merkmale oder die Herkunft als Vorwand, um Personen als „fremd“ zu markieren. Dies führt zu handfester Benachteiligung im Alltag, etwa bei der Jobsuche oder auf dem Wohnungsmarkt – oft völlig unabhängig von der tatsächlichen Religionsausübung.

Steht für Black, Indigenous and People of Color. Es ist eine politische Selbstbezeichnung von Menschen mit Rassismuserfahrung. Die Nennung von Black und Indigenous am Anfang betont deren spezifische historische und strukturelle Benachteiligung. People of Color dient als Sammelbegriff für alle, die nicht als weiß gelesen werden. Der Begriff drückt Solidarität aus und macht gleichzeitig unterschiedliche Nuancen von Rassismus sichtbar.

Das bedeutet, dass Orte, Gebäude, aber auch Webseiten oder Informationen so gestaltet sind, dass alle Menschen sie ohne fremde Hilfe nutzen können – egal ob mit Rollstuhl, Sehbehinderung oder in Leichter Sprache.

Bedeutet „Selbststärkung“. Es geht darum, sich der eigenen Rechte bewusst zu werden, sich mit anderen zu vernetzen und wieder Mut zu fassen, wenn man Diskriminierung erlebt hat.

Bezeichnet Ablehnung, Vorurteile oder Gewalt gegenüber Menschen, die sich gleichgeschlechtlich orientieren. Sie äußert sich durch soziale Ausgrenzung, Beleidigungen oder Benachteiligungen im Alltag und Beruf. Grundlage ist oft die Abwertung von Lebensweisen, die von der heterosexuellen Norm abweichen.

Für Menschen unterschiedlicher sexueller Orientierungen und geschlechtlicher Identitäten (z. B. lesbisch, schwul, bisexuell, trans*, inter*, queer und asexuell). Das Sternchen steht dabei stellvertretend für alle weiteren Identitäten außerhalb der herkömmlichen Normen.

Wenn die Polizei oder das Sicherheitspersonal jemanden kontrolliert, nur weil die Person „fremd“ aussieht, obwohl es gar keinen konkreten Anlass gibt.

Die Abkürzung für das „Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz“. Es ist deine rechtliche Stütze. Es sagt klar: Niemand darf im Job oder im Alltag (z. B. bei der Wohnungssuche) ohne sachlichen Grund benachteiligt werden.

Umfasst jede Form von Judenhass. Er äußert sich durch Vorurteile, Diskriminierung oder Gewalt gegen Jüdinnen und Juden sowie jüdische Institutionen. Häufig basiert er auf Verschwörungsmythen über vermeintliche Machtverhältnisse. Diese tief verwurzelte Menschenfeindlichkeit reicht von alltäglicher Ausgrenzung bis hin zu offener Gewalt.

Ist die Benachteiligung oder Ausgrenzung aufgrund von Merkmalen wie Herkunft, Alter oder Geschlecht. Das AGG schützt vor zwei Formen: Unmittelbarer Diskriminierung (direkte Benachteiligung, z. B. Jobabsage wegen Herkunft) und mittelbarer Diskriminierung (scheinbar neutrale Regeln, die bestimmte Gruppen faktisch benachteiligen, z. B. Sprachverbote in Pausen).

Bezieht sich auf die soziale Zugehörigkeit zu einer Gruppe mit gemeinsamen Traditionen, Sprache oder Geschichte. Das AGG schützt vor Benachteiligung aufgrund dieser Herkunft.

Das bedeutet, dass Diskriminierung oft „überschneiden“ kann. Eine Person kann zum Beispiel gleichzeitig Diskriminierung erfahren, weil sie eine Frau ist und eine Behinderung hat.

Das sind die „kleinen“ Stiche im Alltag. Zum Beispiel die Frage „Wo kommst du eigentlich her?“. Für sich allein wirkt das oft harmlos, aber in der Summe sind diese Sprüche für Betroffene sehr belastend.

Ein geschützter Raum (physisch oder digital), in dem sich Menschen, die Diskriminierung erfahren, ohne Angst vor Vorurteilen austauschen und gegenseitig stärken können.

Ablehnung oder Gewalt gegenüber Menschen, deren Geschlecht nicht mit dem bei der Geburt eingetragenen Geschlecht übereinstimmt.

Umfasst alle Maßnahmen und Gesetze gegen Benachteiligung (z. B. wegen Herkunft, Geschlecht oder Behinderung). Ziel sind der Schutz vor Abwertung, der Abbau von Barrieren und echte Chancengleichheit für alle.

Anti-Schwarzer Rassismus bezeichnet die spezifische Abwertung und Ausgrenzung Schwarzer Menschen aufgrund ihrer zugeschriebenen Herkunft oder Hautfarbe. Er wurzelt in der Kolonialgeschichte und äußert sich heute durch Entmenschlichung, Stereotype sowie systematische Benachteiligung – etwa durch Racial Profiling oder Hürden auf dem Arbeitsmarkt.

Menschen, die sich mit dem Geschlecht identifizieren, das ihnen bei der Geburt zugewiesen wurde.

Bezeichnet die Diskriminierung von Sinti:ze und Roma durch die Mehrheitsgesellschaft. Der Begriff leitet sich von „Gadjé“ (Romanes für Nicht-Roma) ab und verschiebt den Fokus: Nicht die betroffene Gruppe steht im Zentrum, sondern die Vorurteile und Ausgrenzungspraktiken der Außenstehenden. Dies äußert sich durch tief verwurzelte Klischees und systematische Benachteiligung, etwa im Bildungs- oder Wohnungssektor.

Das Ziel, dass die Gesellschaft so gestaltet ist, dass jeder Mensch ganz natürlich dazugehört und überall teilnehmen kann – ohne sich anpassen zu müssen.

Ein geschützter Raum (physisch oder digital), in dem sich Menschen, die Diskriminierung erfahren, ohne Angst vor Vorurteilen austauschen und gegenseitig stärken können.

Schwarz wird als politische Bezeichnung genutzt, um soziale Machtverhältnisse sichtbar zu machen. Schwarz wird großgeschrieben, um zu verdeutlichen, dass es sich um eine Selbstbezeichnung von Menschen handelt, die Rassismuserfahrungen machen und sich darüber politisch solidarisieren.

Im Gegensatz zum Begriff Schwarz wird weiß oft kleingeschrieben und kursiv gesetzt, um eine gesellschaftliche Position zu markieren, die nicht von Rassismus betroffen ist und von unbewussten Privilegien profitiert. Es geht dabei nicht um tatsächliche Hautfarben, sondern um die Benennung von strukturellen Vor- und Nachteilen in unserer Gesellschaft.

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